Am 25. Februar trafen sich in Hannover etwa 120 Fachleute aus Planung und Ausführung zum Niedersächsischen Bautag, organisiert von der VHV Allgemeine und dem Niedersächsischen Baugewerbeverband. In Vorträgen von ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke und weiteren Fachleuten sowie Podiumsdiskussionen zu politischen Rahmenbedingungen, Klimarisiken und bezahlbarem Bauen vermittelten Experten aktuelles Wissen. Ziel der Veranstaltung war es, Entwicklungen im Bauwesen zu beleuchten und durch Networking wertvolle berufliche Kontakte zu fördern und Praxisbeispiele aus der Branche diskutierten die Teilnehmer aktiv untereinander.
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Niedersächsischer Bautag in Hannover vereint Fachleute, Diskussion und Lösungen
Am 25. Februar versammelten sich in Hannover etwa 120 Planer, Architekten und Ausführende zum Niedersächsischen Bautag. In den Räumlichkeiten der VHV Allgemeine Versicherung AG präsentierte die VHV Allgemeine gemeinsam mit dem Niedersächsischen Baugewerbeverband ein vielfältiges Programm aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Networking-Gelegenheiten. Die Teilnehmer tauschten sich intensiv über aktuelle Trends, technische Entwicklungen und Marktanforderungen aus. Als führender Versicherer der Bauwirtschaft stellten die Gastgeber darüber hinaus innovative, spezifische Deckungskonzepte und Risikolösungen vor.
Matthias Wächter erläutert politische Rahmenbedingungen und Förderprogramme für 2024
Matthias Wächter, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbands Niedersachsen, richtete sich mit einer fundierten Analyse an die Teilnehmer, indem er die politischen Rahmenbedingungen für 2024 umfassend darstellte. Dabei erläuterte er systematisch die relevanten Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene, ging auf anstehende Normenänderungen ein und erklärte geplante Gesetzesvorhaben. Er zeigte nachvollziehbar auf, welche praktischen Folgen diese Neuerungen für Planer und ausführende Unternehmen haben und wie sie ihre Projekte entsprechend anpassen sollten, konkret und praxisorientiert vermittelt.
ARD-Wetterexperte Schwanke fordert mediterranen Gebäudeschutz gegen Klimarisiken in Mitteleuropa
Der ARD-Wetterexperte Karsten Schwanke rückte die rasant fortschreitende globale Erwärmung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen und betonte, dass Mitteleuropa künftig häufiger und intensiver von Hitzeperioden und hoher Luftfeuchtigkeit betroffen sein wird. Er warnte eindringlich davor, die daraus resultierenden Belastungen für Neubauten und Bestandsgebäude zu unterschätzen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, empfahl er bauliche Maßnahmen wie spezielle Wärmedämmung, hochreflektierende Fassadenbeschichtungen, innovative Entwässerungssysteme und flexible Verschattungsoptionen für optimale Klimaresilienz und Kosteneffizienz.
Podiumsexperten plädieren für einfache, intelligente Bauweisen, klimagerecht und preiswert
Auf dem Podium erörterten Heike Böhmer, Prof. Elisabeth Endres, Jörn Makko und David Huber Strategien für kostengünstiges Bauen mit Blick auf aktuelle ökologische Herausforderungen. Sie betonten, dass einfache und zugleich intelligente Bauweisen den Schlüssel zur Einhaltung steigender Klimaschutzanforderungen bilden. Traditionelle Handwerksverfahren wie das niedersächsische Fachwerk und der gezielte Einsatz günstiger, weißer Wandfarben aus warmen Regionen präsentierten sie als praktische und preiswerte Alternativen zu aufwendigen Fassadenbegrünungen und neugierdefördernden Innovationen, wirksamen Lösungen.
VHV-Experten moderieren Veranstaltung und präsentieren umfassendes Baurechts-Update für Planer
Sebastian Römer, verantwortlich als Regionalleiter Vertriebsdirektion Bauwirtschaft bei der VHV Allgemeine, leitete die Veranstaltung als Moderator. Anschließend übergab er an Mathias Sohns, Leiter Bau-Schaden bei der VHV Allgemeine, der ein detailliertes Update zum aktuellen Baurecht vorstellte. In seinem Vortrag erläuterte er die jüngsten Entscheidungen der Gerichte sowie gesetzliche Änderungen. Er erklärte, welche Auswirkungen diese Neuerungen auf die Vertragsgestaltung von Planern und Bauunternehmen haben und wie Risiken zukünftig zu managen sind.
VHV-Bautage kehren nach digitaler Phase zurück zu persönlichen Branchentreffen
Die VHV Allgemeine veranstaltet seit zwei Jahrzehnten gemeinsam mit regionalen Bauverbänden die VHV-Bautage, um Planern, Bauunternehmen, Sachverständigen und Juristen eine Plattform zu bieten. Nach mehrjähriger digitaler Ausrichtung kehrte man zum traditionellen Konzept zurück, bei dem physische Treffen vor Ort stattfinden. Diese ermöglichen den unmittelbaren fachlichen Austausch und intensives Netzwerken zu zentralen Themen wie Baurecht, Klimarisiken, Baukosten und regulatorischen Entwicklungen sowie die Präsentation aktueller Branchentrends in praxisnahen interaktiven Workshops und Diskussionsrunden.
Niedersächsischer Bautag liefert Fachwissen, Networking und Impulse fürs Bauen
Der Bautag in Hannover vereinte renommierte Referenten, praxisorientierte Debatten und intensives Networking. Fachvorträge erläuterten politische Rahmenbedingungen, erläuterten aktuelle Förderprogramme und Normenänderungen 2024, während Experten die Risiken des Klimawandels kompakt darlegten. Teilnehmer erhielten wertvolle Impulse für bezahlbares, klimaresilientes Bauen, basierend auf neuesten Erkenntnissen zu Hitze- und Niederschlagsschutz. Die Rückkehr zum Präsenzformat ermöglichte persönliche Gespräche, förderte Kooperationen und setzte in der niedersächsischen Bauwirtschaft nachhaltige Impulse für gemeinsame Projekte zur Steigerung der Effizienz.

