Auf dem Gelände des ehemaligen Uniper-Steinkohlekraftwerks in Wilhelmshaven entsteht ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 50 MW und einer Kapazität von 100 MWh. Uniper und NGEN starteten das Projekt am 9. April, um kurzfristige Schwankungen von Wind- und Solarstrom auszugleichen und so die Netzstabilität zu erhöhen. Die Anlage ermöglicht die Zwischenspeicherung überschüssiger regenerativer Energie und soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Digitale Steuerung optimiert Auslastung und Betriebssicherheit nachhaltig.
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Uniper und NGEN führen symbolischen Baustart in Wilhelmshaven durch

NGEN CEO Roman Bernard beim Spatenstich (Foto: Philip Eiben)
Am 9. April versammelten sich Holger Kreetz, COO von Uniper, Jan Taschenberger, COO von New Green Power & Gas, Projektleiter Harald Poppinga sowie die NGEN-CEOs Roman und Mirjam Bernard und Marco Scholz auf dem Gelände, um gemeinsam symbolisch den ersten Spatenstich vorzunehmen. Zu den Ehrengästen gehörten Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist. Dieses Ereignis kennzeichnet den offiziellen Baubeginn für den geplanten Batteriespeicher im Rahmen des Projekts symbolträchtigen.
50-MW-Leistung und 100-MWh-Kapazität verbinden Flexibilität mit digital gesteuertem Energiesystem
Der Batteriespeicher bietet eine nominale Leistung von 50 Megawatt bei einer nutzbaren Energiespeicherkapazität von 100 Megawattstunden. Er wird auf dem Gelände der ehemaligen Uniper-Steinkohleanlage in Wilhelmshaven errichtet und fungiert als zentraler Baustein für ein flexibles und digital gesteuertes Energiesystem. Überschüssige Erträge aus Windparks und Solaranlagen werden in seinen Speichermodulen zwischengespeichert und können bedarfsgerecht wieder ins Stromnetz eingespeist werden, um kurzfristige Leistungsspitzen auszugleichen und Netzstabilität zu gewährleisten. effizient, sicher und nachhaltig.
Batteriespeicher in Wilhelmshaven stabilisiert Netzfrequenz und erhöht Versorgungssicherheit nachhaltig

Spatenstich 50 MW Batteriespeicheranlage in Wilhelmshaven (Foto: Philip Eiben)
Der Batteriespeicher in Wilhelmshaven kompensiert kurzfristige Einspeiseschwankungen aus Wind- und Photovoltaikanlagen und minimiert dabei volatile Leistungsspitzen. Durch sein schnelles Reaktionsvermögen trägt er aktiv zur Stabilisierung der Netzfrequenz bei und erhöht die Versorgungssicherheit selbst bei stark schwankenden erneuerbaren Erträgen. Gleichzeitig verhindert das System, dass überschüssiger grüner Strom abgeschnitten werden muss, und ermöglicht dessen effiziente Nutzung. Damit markiert das Projekt einen maßgeblichen Fortschritt in der deutschen Energiewende auf dem Kraftwerksgelände und regional.
Olaf Lies sieht Batteriespeicher als elementare Bausteine für Energieversorgung
Der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies unterstrich die Bedeutung einer unabhängigen und kostengünstigen Energieversorgung und bezeichnete Batteriespeicher als elementare Bausteine für das Energiesystem. Unipers COO Holger Kreetz hob die Rolle des Projekts als Leuchtturm für ein integriert gesteuertes Energiesystem hervor. NGEN-CEO Roman Bernard erläuterte die essenzielle Funktion von Speichern für Versorgungssicherheit und Klimaschutz, während Marco Scholz die strategische Bedeutung dezentraler Energiesysteme und deren zukünftige Entwicklung betonte und förderte den weiteren Ausbau.
ENERGY HUB Wilhelmshaven vernetzt 40 Mitglieder für erneuerbare Energien

Projektvorstellung durch bei bestem Wetter durch Jan Taschenberger (Foto: Philip Eiben)
Der Batteriespeicher ist in das ENERGY HUB Port of Wilhelmshaven eingebunden, ein bundesweites Netzwerk mit mehr als vierzig Partnern aus den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserstofferzeugung und Carbon Management. Über die interaktive Plattform „Hallo Zukunft Uniper“ können interessierte Bürgerinnen und Bürger den aktuellen Baufortschritt bequem online verfolgen. Dort besteht außerdem die Möglichkeit, direkt Fragen an die verantwortlichen Projektteams zu richten und sich aktiv einzubringen, für einen aktiven konstruktiven Dialog
Der Batteriespeicher mit einer Leistung von fünfzig Megawatt und einer Kapazität von einhundert Megawattstunden auf dem Gelände des ehemaligen Steinkohlekraftwerks in Wilhelmshaven sorgt dafür, kurzzeitig überschüssigen Wind- und Solarstrom aufzunehmen und bei Bedarf gezielt wieder einzuspeisen. Dadurch werden Frequenzschwankungen ausgeglichen, Netzinstabilitäten reduziert und die Versorgungssicherheit erhöht. Gleichzeitig ermöglicht die digitale Steuerung eine dezentrale Einbindung in das Energiesystem, verbessert die Integration erneuerbarer Quellen und trägt langfristig zur Kostendämpfung der Energiewende bei.

